Gespräch über Pausen mit Karmahike Gründerin Claudia Gellrich

Pausen sind am Schreibtisch genauso wichtig wie beim Wandern

Pausen beim Arbeiten Stress

Claudia Gellrich: „Oberschenkel und Hirn ticken da gleich“ 

Nach 12 Jahren in Führungspositionen bei verschiedenen Unternehmen, kündigte Claudia ihren Job und reiste erst einmal 10 Monate um die Welt. Auf der Reise wird ihr klar, dass sie ihre beiden großen Leidenschaften Yoga und Wandern verbinden möchte. Zurück in Deutschland gründet sie Karmahike.com, baut ein Team auf und erkundet spannende Reisendestinationen zum Wandern und Yoga üben.
Ich habe mich mit Claudia getroffen und über die Bedeutung von Auszeiten, Pausen und Erholung im Alltag gesprochen.

Hallo Claudia, du bist die Gründerin von Karmahike – ihr bietet ganz besonderer Reisen und die Kombination aus Wandern und Yoga. Was heißt das genau?
Claudia: Stimmt, bei uns  geht es um eine Symbiose aus Wandern und Yoga. Denn ausdauernde Wanderungen stärken Herz und Kreislauf und helfen Stress abzubauen. Yoga und Meditation haben eine sehr positive Wirkung auf Körper und Geist. Dies zusammen zu bringen ist perfekt um mal komplett abzuschalten.  Darüber hinaus steht Karmahike für Naturverbundenheit, für Inspiration und Genuss. Dafür, mit Gleichgesinnten, mit alten und neuen Freunden die Momente auf der Matte und in den Bergen zu teilen.

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Das besondere ist, dass man durch Wandern und Yoga, innerhalb sehr kurzer Zeit die Batterien wieder aufladen kann. Man gewinnt Energie, Klarheit und Fokus, generiert neue Einsichten und kreative Ideen für Job und Alltag.

Karmahike-Touren, also Wandern und Yoga, sind quasi für “jeden“ ohne viel Aufwand und Ausrüstung möglich. Ein wenig Fitness sollte man jedoch mitbringen, man braucht  im Grunde keine Vorkenntnisse, weder für das Yoga, noch für die Wanderungen.

Warum ist diese Pause aus dem Arbeitsalltag so wichtig?
Claudia: Pausen sind wichtig, um sich vor Überbelastungen zu schützen aber auch um die Konzentration zu fördern und um Fehler zu vermeiden. Denn die Menge an Informationen und die Geschwindigkeit, mit der sie auf uns einprasseln nehmen ständig zu. Genau wie das Arbeitspensum und die Komplexität unserer digitalisierten Welt. Um Informationen gut zu verarbeiten, brauchen wir einfach kurze und auch längere Pausen um zu entspannen. Am besten auch mal ein paar Tage ohne Telefon und Internet versuchen auszukommen und runter zu fahren. Man könnte auch sagen, ein paar Tage “Digital Detox” betreiben – das ist genau das, was wir bei unseren Karmahike-Trips nahelegen.

Pausen beim Wandern]

Gilt das auch für das Abschalten während der Arbeit am Schreibtisch?
Claudia: Definitiv! Regelmässige Auszeiten,  kleine und große, sind natürlich auch am Schreibtisch wichtig. Ohne Pausen arbeiten wir weniger effektiv. Aber schon ein paar Minuten Yoga und Meditation haben eine unglaublich positive Wirkung auf Körper und Geist. Man kann sich eine kleine Auszeit nehmen und voller Energie und neuer Ideen wieder an die Arbeit gehen. Pausen sind also auch Kreativitäts & Effizienz-Booster.

Wie sieht denn dein Arbeitsalltag aus und machst du regelmäßig Pausen beim Arbeiten?
Claudia: Ich starte morgens immer mit einer Morgenmeditation und ein paar Yogaübungen. Je nach dem, ob ich abends noch Zeit zum Yoga-Üben habe, dauert meine Morgenpraxis zwischen 60 und 90 Minuten. 

Wenn ich am Schreibtisch sitze, versuche ich 2,3 mal ca. 10 Minuten und eine größere Mittagspause  zu machen. Zwischendurch öffne ich immer mal wieder das Fenster, um frische Luft zu tanken. Aber auch die Augen brauchen mal eine Pause.

Wie verbringst du deine Pausen am liebsten?
Claudia: Am liebsten gehe ich mittags eine Runde spazieren um etwas Sonnenlicht zu bekommen. Manchmal mache ich Musik an und kritzle ein bisschen in meinem Malbuch. Oder übe ein bisschen Sanskrit und schreibe z.B. ein Mantra ab. Das ist unglaublich entspannend.

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Welche körperlichen Bereiche sind deiner Meinung nach am meisten verspannt nach einem Arbeitstag am Rechner
Claudia: Zum Feierabend merke ich vor allem meine Schultern, meinen Nacken und den unteren Rücken. Dann praktiziere ich Yoga, dehne und strecke mich einmal komplett durch. Auch meine Augen sind nach acht Stunden vor dem Rechner einfach müde, also mache ich abends und zwischendrin ein paar kleine Augenübungen.

Kannst du eine passende Yoga-Übung empfehlen, die man auch mal in einer 10 Minuten Pause machen kann?
Claudia: Es gibt hunderte gute Übungen, die man machen kann. Diese hier sind einfach und jeder kann sie leicht anwenden: Im lockeren Stehen die Hüften kreisen lassen, als ob man hulahoopt, nur langsamer. Dann die Schultern kreisen und das Ganze mit der Atmung koordinieren. Einatmen nach vorne und oben, ausatmen nach hinten und unten. Zum Schluß einfach mit einer Hand die Schläfe der gegenüberliegenden Kopfseite beschweren und ganz leicht den Kopf rüberziehen, aber nicht zu stark. Du solltest eine schöne Dehnung seitlich am Hals spüren. Um dies zu intensivieren, kannst Du den freien Arm etwas anheben, zur Seite und nach unten ziehen. Probier´s mal aus!

Für die Augen ist es gut, einfach etwas nahe liegendes zu fokussieren und dann in die Ferne schauen. Das ein paar mal hin und her. Dann die Augen in beide Richtungen rollen und zum Schluß die Augen ein paar Momente komplett schliessen.

Wie schaffst du es, dich auch tatsächlich von deiner Arbeit loszureißen, denn bei Karmahike gibt es sicher super viel zu tun?
Claudia: Am besten gelingt es, wenn ich mir feste Termine im Kalender eintrage oder Verabredungen mit Freunden habe. Dann habe ich etwas, worauf ich mich tagsüber freue und einen guten Grund nicht bis in die Nacht zu arbeiten.

Gibt es etwas, dass Du beim  Wandern gelernt hast  und am Schreibtisch anwenden kannst?
Claudia:  Ja, denn Pausen sind am Schreibtisch genauso wichtig wie beim Wandern. Wenn die Muskeln müde werden und die Kraft in den Beinen schwindet, steigt das Risiko zu stürzen und sich zu verletzen. Oberschenkel und Hirn ticken da gleich. Beide brauchen Pausen um Leistung zu bringen. Daher gehören Pausen am Berg genauso integriert wie Pausen am Schreibtisch.

 

Danke für das Gespräch, Claudia.

Mehr zum Thema Pause im Artikel Das unterschätzte Potential der Pause

 

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About the Author

Katharina Vollus, ist die Gründerin von Ordnungsmentor.de. Aufgrund ihrer langjährigen Projektmanagement Erfahrung weiß sie, wie wichtig Strukturen für das Erreichen von Erfolgen sind. Sie berät Unternehmer, wie sie ihre Projekte im Alltagsstress so ordnen, dass auch strategische und langfristige Ziele erreicht werden.

  • Hans sagt:

    Sehr tolle Infos, Danke.

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