Ist es wirklich so einfach, 20 Tage lang etwas auszumisten?

Vor- und Nachteile einer Ausmist-Challenge im Bereich Arbeitszimmer, Home-Office, Büro.

20 Tage lang, jeden Tag einen kleinen Bereich ausmisten und mich von etwas Ballast befreien – das wollte ich ausprobieren! In diesem Artikel erzähle ich dir von diesem Experiment, was ich am 1. Mai gestartet habe. Dabei ging es mir nicht um Küche, Keller oder Kleiderschrank, sondern um die Dinge, die im weitesten Sinne zum Home-Office gehören bzw. Dinge, die man aus beruflichen bzw. organisatorischen Gründen besitzt.

Du denkst vielleicht bei einer Ordnungsmentorin müsste doch schon alles super aussehen…

Naja einerseits stimmt es schon, dass ich mich relativ leicht von Dingen trennen kann (daher berate ich ja auch andere dabei) und gerade im Home-Office gar nicht so viel angesammelt habe. Aber auch bei mir gibt es blinde Flecken bzw. Bereiche wo ich meine Haltung einfach mal überprüfen wollte. Außerdem wollte ich für meine Community testen, ob solch ein peu à peu Prozess funktioniert.

Experimentieren wollte ich mit dem Umstand, dass ich:

  • Jeden Tag über einen längeren Zeitraum eine eher kleine Ausmist-Aktion mache. So preisen es ja sehr viele Challenges an und bevor ich selbst mal meiner Community solch eine Challenge anbiete, wollte ich es auf jeden Fall selbst testen.
  • Jeden Tag über meinen Fortschritt in meiner Facebook-Gruppe “Die Ordnung, die du dir wünschst” poste. Denn getreu nach dem Motto, tue Gutes und rede darüber oder besser “commite dich auf ein Ziel und rede darüber” wollte ich schauen, was diese Verbindlichkeit anderen Menschen gegenüber mit mir macht.

[Tweet „Commite dich auf ein Ziel und rede darüber! z.B. Arbeitszimmer ausmisten“]

Das waren meine Kategorien

Ich habe mir vorab die verschiedenen Bereiche bzw.  einzelnen Kategorien notiert dann zu Gruppen zusammengefasst und einen Plan gemacht, nachdem ich vorgehen wollte. Allerdings hab ich vorher nicht im Arbeitszimmer herumgeschaut, wo am meisten “Bedarf” ist, sondern hab die Bereiche einfach erstmal notiert. Neugierig, was sich jeweils ergeben würde. Denn bei vielen Kategorien wusste ich eigentlich schon, dass ich da keine großen Sammlungen habe.

Hier die Gruppen und ein paar Beispiel-Kategorien: 

Ausmisten Challenge Experiment

  1. Sammlungen von wiederverwendbaren Dingen (Verpackungen, leere Ordner etc.)
  2. Digitales & Technik (Adapter, Kabel etc)
  3. Kontakte (Visitenkarten, Facebookgruppen)
  4. Sentimentales (Fotos, Bücher)
  5. Wissen (Notizbücher, Uni-Unterlagen)
  6. Sicherheit

Soweit das Setup meines Prozesses das Home-Office auszumisten. Und hier kommen meine Erfahrungen beim Arbeitszimmer aufräumen:

Als Video vom fb-live in meiner Facebookgruppe (und unter dem Video als Text)

Diese Vorteile hat eine Ausmist-Challenge im Tag-für-Tag-Modus

  • Es ist wirklich im Alltag machbar, weil jede Aktion nur 10 – 20 Minuten dauert. Nur in Ausnahme-Fällen habe ich mal eine Stunde gebraucht (z.B. bei den analogen Fotos)
  • Diese Methode überfordert nicht, da man sich nur einzelne Bereiche vornimmt. Ich denke, dass ist für alle, die etwas größeres Chaos haben nicht schlecht.
  • Ich hatte Zeit zum Reflektieren. Bei einigen Kategorien sind mir wirklich meine eigenen Glaubenssätze sehr gut bewusst geworden. Gleich der Hammer zum Beginn: Es kamen Unmengen von Umverpackungen von Geräten und andere Kartons zum Vorschein. Diese Sammlung hat mir doch einiges über eine gewisse Sparsamkeit erzählt, die mich prägt. An sich ja eine gute Tugend, aber man kann’s auch übertreiben 😉 Der Glaube, Dinge weiterverkaufen zu müssen und dabei mit Originalverpackung, Originalrechnung etc. mehr Geld zu erlangen ist eigentlich ein Glaubenssatz, den ich gar nicht mehr haben möchte. Somit durften all die Verpackungen auch gleich gehen. Aber ich bin dankbar, über das, was sie mir über mich erzählt haben.

Also: Höre den Dingen zu und kommuniziere mit ihnen, was sie dir über dich sagen können!

 

Diese Nachteile hat eine Ausmist-Challenge im Tag-für-Tag-Modus

  • Es ist wirklich nicht leicht, dran zu bleiben. Häufiger hätte ich fast vergessen, dass ich heute ja noch etwas für das Experiment tun muss. Und als ich ein paar Tage unterwegs war, musste ich sogar kurz pausieren, weil ich da keine digitale Kategorie mehr übrig hatte, die ich auch auf Reisen hätte erledigen können. Ohne meine Facebook-Gruppe, in der ich täglich davon berichten wollte, wäre ich sicher nicht so konsequent drangeblieben.
  • Ich hab zwar über die Zeit einen ziemlich guten Blick dafür bekommen, was vielleicht alles gehen kann und achte nun auch im Alltag mehr drauf, aber ich weiß, dass es für mich viel besser funktioniert, wenn ich in einer großen Aktion wirklich am Stück möglichst viel Ausmiste. Dann komme ich so richtig in den Flow! Wie ist das bei dir ? Hinterlass mir doch einen Kommentar!
  • zwar gibt es jeden Tag einen kleinen Erfolg – aber das große Wow-Erlebnis bleibt aus. Auch für das Erfolgsgefühl denke ich, wäre eine große konzentrierte Aktion besser geeignet.

 

Fazit

Der Ablauf hat mir schon geholfen. Sich einen Plan machen, egal welcher Art ist sicher hilfreich. Allein, dass man nicht immer von neuen Nachdenken, Entscheiden muss und darüber ins Hadern kommt und letztendlich nicht mehr weiter macht.

 

 

 

Eine Antwort auf „Ist es wirklich so einfach, 20 Tage lang etwas auszumisten?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.